Unsere vorschläge

Zukunft.Klybeck hat für die Bevölkerung mehrere Workshops und andere Veranstaltungen organisiert, die den Interessierten die Möglichkeit gab, ihre konkreten Ideen für ein neues Quartier zu formulieren. Aus den verschiedenen Ideen und Anliegen hat ‚Zukunft.Klybeck’ folgende Schlüsse gezogen:
- es gibt ein grundsätzliches Interesse an gemeinschaftlicher Gestaltung des nachbarschaftlichen Lebensraumes sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Bereich.
- Diese Gestaltung soll eigenverantwortlich und partizipativ organisiert werden. Die Unterstützung und Beratung der Behörden wird begrüsst.
- Projekte, Gewerbe und Institutionen jeglicher Art sollen lokal organisiert und betrieben werden und sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltig sein.

Aus der Summe aller Vorschläge hat Zukunft.Klybeck drei Grundanliegen herauskristallisiert:
- Das zukünftige Klybeckareal soll als Laboratorium wahrgenommen werden, in dem
innovative Technologie, neue Formen von Wohnen und Arbeiten und andere, auf die Zukunft
gerichtete Ansätze entwickelt und getestet werden können.
- Es soll ein Fonds eingerichtet werden, der von ‚klassischen’ Investorenprojekten auf dem
Areal gespiesen wird und der nachhaltigen Projekten auf dem Gelände zugute kommt (Quersubventionierung).
- Identitätsstiftenden Elementen kommt eine grosse Bedeutung zu: Beispiele dafür sind der
grösstmögliche Erhalt vorhandener Bausubstanz, ein verkehrsfreier Boulevard, gemischt nutzbare Plätze, Wasserkanäle, ausdrucksstarke Architektur, Hängebrücken zwischen Häuserdächern und die Haltung von Nutztieren.

Aus der vorliegenden Syntheseplanung (September 2017) leitet Zukunft.Klybeck folgende Vorschläge ab:
-der Klybeckplatz soll ohne Trottoirs, mittels Langsamverkehr und geltendem Vortrittsrecht für Fussgänger verkehrstechnisch zur Mischzone werden. Damit wäre eine durchgehende Möglichkeit für Fussgänger gegeben, hindernisfrei vom Rhein bis zu Wiese zu Fuss gehen zu können.
- Das K90 könnte für gewerbliche, kulturelle und gastronomische Nutzung mit alternativ- industriellem Flair genutzt werden. Second-Hand-shops, Galerien und markthallenähnliche gastronomische Konzepte bilden ein ansprechendes Angebot.
- Die Mauerstrasse darf keinen Riegel bilden zum Horburgpark. Fussgängerfreundliche Querungen, eine offene Architektur Richtung Park und langsamer Verkehr wären geeignete Massnahmen.
- Der grüne Boulevard Ost-West-Achse sollte frei von MIV sein - analog zum Verkehrsregime Innenstadt. Ein Platz in der Mitte könnte den zentralen Treffpunkt des Quartiers darstellen. Ein Kanal würde viel zur Atmosphäre beitragen.
- Eine 24h-Lärmzone für ein uneingeschränkteres öffentliches Leben wäre eine vitale Erweiterung der Stadt Basel und eine langerwartete Antwort auf den dauernden Konflikt zwischen Ruhebedürfnis und urbanem Lebensgefühl.
- Das Thema Wasser in Form von Kanälen, Teichen oder Brunnen soll gegenwärtig sein als identitätsstiftendes Element.
- Mehr als 50% Wohnen ist wünschenswert. Es ist vor allem der Wohnraum, der in Basel knapp ist, nicht die Gewerbefläche. Eine Drittelung Genossenschaften, Privatbesitz und Investoren wäre als Planungsprinzip begrüssenswert.
- Identitätsstiftende Elemente wie der Erhalt bestehender Gebäude, expressive Architektur, Hängebrücken zwischen Hausdächern, ein Hallenbad, Kanäle und Nutztiere sind wichtige Elemente.

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